Yoga & Ayurveda

Was Hormonyoga für dich tun kann

Frauenhand fasst an Gräser

Hormonwas? Hormonyoga? Was haben Hormone mit Yoga zu tun? Das macht mich neugierig. Einmal die Woche, über vier Wochen verteilt, besuche ich den Hormonyogakurs bei Tanja Forcellini im Airyoga Zürich. Denn ich möchte einerseits mehr über diese therapeutische Form des Yoga wissen, und andererseits selbst während der Yogapraxis erfahren.

Hormonyoga ist auf das endokrine System ausgerichtet. Es wirkt auf alle Organe und Gewebe, die im Körper verschiedene Signalstoffe – unsere Hormone – produzieren. Die Hormone regulieren Stoffwechselvorgänge und Organfunktionen. Hormonyoga ist somit für Mann und Frau gleichermassen geeignet.

Doch warum ist es eine Überlegung wert auf dein Hormonsystem Einfluss zu nehmen? Insbesondere Frauen begegnen im Leben bestimmten Phasen, wo sich der Hormonhaushalt verändert z.B. Menstruationszyklus, Schwangerschaft und Wechseljahre. Diese hormonellen Veränderungen im Körper kannst du mit Hormonyoga unterstützen, um deine eigene Körperwahrnehmung zu verfeinern und mögliche Beschwerden z.B. Menstruationsschmerzen zu lindern.

Ein weiteres Argument für ein hormonelles Gleichgewicht zu sorgen, sind hormonaktive Substanzen. Sie werden aus der Luft über die Atmung aufgenommen oder gehen über Verpackungen in die Nahrung über und gelangen so in den Körper. Diese Substanzen können sich auch in Kosmetik oder Kleidung befinden und über die Haut absorbiert werden. Es sind körperfremde Stoffe mit ähnlicher Wirkung wie unsere Hormone, sie können den Hormonaushalt stören und werden daher auch als endokrine Disruptoren bezeichnet.

Natürlich kannst du durch eine bewusste Lebensweise viele dieser Stoffe von dir fern halten, dennoch halten Humantoxikologen die Allgegenwart der hormonaktiven Substanzen für sehr problematisch. Ein Grund mehr selbst aktiv zu werden und deinem Hormonhaushalt etwas Gutes tun. Denn genau darum geht es.

Die Hormonyogapraxis verbindet Pranayama und Asanas, die die Hormondrüsen stimulieren z.B. Matsyasana (Fisch), der die Schilddrüsen anspricht. Zudem kannst du dich mit Summen auf die Yogaübungen einstellen. Setze dich dazu aufrecht in eine bequeme Sitzhaltung, reibe deine Hände um Wärme zu erzeugen und berühre von oben (Zirbeldrüse) nach unten die Bereiche deiner Hormondrüsen. Währenddessen atme ruhig in deinen Bauchraum ein und aus. Die Vibration, welche du mit deiner Stimme erzeugst, und der Klang lassen dich in deine Innenwelt eintauchen.

Mir hat das Summen so gut gefallen, dass ich es von Zeit zu Zeit in meine Yogapraxis einbaue oder es am Morgen für einen Energiekick nutze. Die ausgleichenden Wirkungen vom Hormonyoga entfalten sich dann beim regelmässigen Üben. Hast du diese Art von Yoga schon ausprobiert? Deine Erfahrungen interessieren mich.

Autor

Hi, ich bin Claudia, Digital Analyst, Yogini und Fair Fashion Designerin. Ich mag liebevolle, kleine Gesten im Alltag, welche ein Lächeln zaubern und das Miteinander bereichern. Folge mir auf Instagram und Pinterest.

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